Der Aufbau des Sozialismus

In der geschichtlichen Betrachtung war die große Oktoberrevolution des Jahres 1917, bei der der russische Zar Nikolaus II abdankte und dadurch die Zarenherrschaft in Russland endete, verantwortlich dafür, dass die ersten Schritte Richtung Aufbau des Sozialismus gemacht wurden. Die Grundgedanken des Sozialismus waren bis zu diesem Tag nur Theorie und die großen Denker, wie Marx und Engels, hatten es ihrerseits kaum für möglich gehalten, dass sozialistische Maßstäbe auch in Russland durchgesetzt werden könnten. Sowohl Marx als auch Engels waren der Auffassung, dass der Aufbau des Sozialismus nur in Ländern mit einer starken Produktivität möglich sei und Russland war zu jenem Zeitpunkt der Revolution hier noch stark rückständig.

Doch trotz der Schwierigkeiten wurde der Weg in den Sozialismus in Russland geebnet.

Zu dieser Zeit musste besonders die junge Diktatur des Proletariats die gesetzte Aufgabe, explizit den Sozialismus aufzubauen und diesen dem Volk näher zu bringen, übernehmen und auf der anderen Seite zusätzlich noch gegen die Klassenfeinde aus dem In- und Ausland kämpfen.

Bis zum Tode Stalins war der Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion sehr erfolgreich, doch bereits nach dem 20. Parteitag der KPdSU feierte die Konterrevolution einen Sieg und der Sozialismus in der Sowjetunion erlitt eine vorübergehende Niederlage. Somit wurde der Weg zur Wiederherstellung des Kapitalismus freigemacht.

Von 1924 bis zum Jahre 1937 machte die Sowjetunion dann große Fortschritte im Bereich der Produktivität und somit große Schritte in Richtung Sozialismus. Die Gesellschaft der Sowjetunion schien bereit und auch wirtschaftlich dafür hinreichend entwickelt, dass sie den Übergang zum Sozialismus und Kommunismus grundsätzlich wagen konnte. Die Bedingungen hierfür waren jedoch, dass auch die Produktionsmittel vergesellschaftet würden, aber dafür befand sich das Land noch in der Entwicklungsphase. Mittlerweile hat sich jedoch vieles dem sozialistischen und kommunistischen Grundgedanken anpassen können. Das Eigentumsrecht hatte sich explizit dahin gehend verändert, dass Produktionsmittel zwar von privat an den Staat übergegangen waren, jedoch bedeutet es auch heute noch nicht, dass Staats- oder Volkseigentum nun tatsächlich auch vergesellschaftet wurde.

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