Marxismus

Der Marxismus wurde sowohl dem Sozialismus als auch dem Kommunismus als einflussreiche, wissenschaftliche und politische Strömung zugerechnet. Dabei werden die Anhänger von Friedrich Engels und Karl Marx als Marxisten bezeichnet. Zusammengefasst werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Theorien sowie die politischen und philosophischen Ansichten von Engels und Marx als Marxismus bezeichnet. Inzwischen werden Denkrichtungen, die in besonderer Weise auf die Theorien von Marx und Engels beruhen, ebenfalls dem Marxismus zugerechnet. Es existieren verschiedene Strömungen des Marxismus. Die bekanntesten bezeichnet man als den orthodoxen Marxismus, den Marxismus-Leninismus, den Trotzkismus sowie verschiedene länderspezifische Ausbildungen in Frankreich und Italien mit dem strukturalistischen bzw. operaistischen Marxismus.

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Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus

Viele sind der Ansicht, der Sozialismus sei lediglich eine entschärfte Form des Kommunismus, wie er auch heute noch in zahlreichen Ländern praktiziert wird. Doch laut Karl Marx und seiner einstigen Lehre ist der Sozialismus explizit nur die Vorstufe zum Kommunismus. Was ist hier jedoch tatsächlich richtig?

Genau betrachtet wurden beide Begriffe, Kommunismus und Sozialismus, schon im 19. Jahrhundert nicht weiter differenziert, sondern waren sogar gegeneinander austauschbar.

Erst nach dem 1. Weltkrieg ergaben sich dann jedoch Unterschiede und während in Deutschland im Jahre 1920 die KPD gegründet wurde, die sich an dem Vorbild Russlands orientierte und den Kommunismus anstrebte, formierte sich im Gegensatz hierzu die SPD, die den reformorientierten Sozialismus als charakteristische Eigenschaft für sich in Anspruch nahm. Selbst international wurde dann zwischen Kommunismus, hier mit Lenin, Stalin und Mao und dem Sozialismus, der demokratisch orientiert war, unterschieden.

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Sozialismus in der DDR

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland trat im Mai 1949 in Kraft. Im Oktober des gleichen Jahres wurde dann auch die Deutsche Demokratische Republik gegründet, hier in der sowjetischen Besatzungszone als zweiter deutscher Staat. In der DDR übernahm vom Tag der Gründung an, die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die Führung und hielt sowohl die politische als auch die militärische Macht an sich. Nach den Vorgaben der SED wurde die Verfassung der DDR ausgearbeitet und am gleichen Tag, dem Tag der Gründung, dem 07. Oktober 1949, zum geltenden Recht erklärt. Die Spitze der SED wurde zum damaligen Zeitpunkt von Wilhelm Pieck als Staatspräsident und Otto Grotewohl als Ministerpräsident eingenommen. Walter Ulrich war zur selben Zeit tätig als Generalsekretär des Zentralkomitees.

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Demokratischer Sozialismus

Der Begriff Demokratischer Sozialismus vereint Demokratie und Sozialismus zu einer untrennbaren Einheit. Seit der Oktoberrevolution 1917 in Russland wurde dieses Ziel entwickelt, um sich von der Diktatur des Proletariats abzugrenzen, die Lenin einst propagierte. Verschiedene sozialistische und kommunistische Gruppen nehmen den Begriff für sich in Anspruch. Auch gibt es Verbindungen zur sogenannten Sozialen Marktwirtschaft und teilweise wird der Demokratische Sozialismus als Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus angesehen.

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Kirche im Sozialismus

In Zeiten der DDR und des Sozialismus wurde die Kirche in Ihrer Entfaltungsmöglichkeit stark in die Enge geführt, war aber trotzdem noch die einzige Institution, die nicht gleichgestellt war. Schon kurz nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik musste die Kirche eine stetig schrumpfende Mitgliederanzahl verzeichnen. Die Ursache dafür lag darin, das Gläubige, die ihren Glauben ausführen wollen, oder jede, die einfach „nur“ Mitglied einer Kirche waren, in vielerlei Hinsicht benachteiligt wurden, beispielsweise bezüglich ihres beruflichen Aufstiegs. Auch musste bei Kirchenzugehörigkeit mit einem Eintrag in der sogenannten Akte der Staatssicherheit gerechnet werden.

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Traumschiffe des Sozialismus

Drei große Kreuzfahrtschiffe waren für die einstige Deutsche demokratische Republik (DDR) im Einsatz, um hier explizit auserwählte DDR Arbeiter und Privilegierte auf große Fahrt zu schicken. Die „Völkerfreundschaft“ war das Erste von Dreien und wurde 1960 in den Dienst genommen, nachdem die DDR das schwedische Passagierschiff das vorher noch „Stockholm“ hieß, übernommen und umbenannt hatte. Das Schiff selbst wurde seitdem einige Male umgebaut und umbenannt und führte später den Namen „MS Athena“. Die MS Athena befindet sich noch heute im Einsatz.

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Nationalsozialismus

Im Jahre 1919 wurde in München die „Deutsche Arbeiterpartei“ gegründet, der schon im Gründungsjahr sowohl Adolf Hitler als auch der damalige Schlosser Anton Drexler beitraten. Die Partei selbst wurde bereits im Jahr 1920 in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei umbenannt woran Adolf Hitler maßgeblich beteiligt war. Die rechtsgerichtete Partei war eine der vielen rechtsgerichteten Gruppen, die den Kommunisten, den Sozialisten, den Bolschewisten und vor allem den Juden die Schuld an der Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg gaben. Man ging sogar soweit, ihnen ein Streben nach der Weltherrschaft zu unterstellen.

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Definition: Sozialismus

Wenn man von der Lehre des Karl Marx und Friedrich Engels ausgeht, ist der Sozialismus definitiv eine Vorstufe zum Kommunismus und der Sozialismus selbst hingegen ist demnach lediglich eine gesellschaftliche Entwicklungsstufe. In dieser Vorstufe des Kommunismus wird auf Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit gesetzt. Große und wichtige Produktionsmittel befinden sich nicht in privater Hand, damit die sogenannte Ausbeutung der Arbeiter hier ausgeschlossen werden kann. Doch der tatsächliche Sozialismus, der auch in der heutigen Zeit eine Rolle spielt, wie beispielsweise in Ostblock Ländern, tritt für die Vergesellschaftung aller Produktionsmittel und auch der Kontrolle der Warenproduktion und der Verteilung der produzierten Waren ein.

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Der Aufbau des Sozialismus

In der geschichtlichen Betrachtung war die große Oktoberrevolution des Jahres 1917, bei der der russische Zar Nikolaus II abdankte und dadurch die Zarenherrschaft in Russland endete, verantwortlich dafür, dass die ersten Schritte Richtung Aufbau des Sozialismus gemacht wurden. Die Grundgedanken des Sozialismus waren bis zu diesem Tag nur Theorie und die großen Denker, wie Marx und Engels, hatten es ihrerseits kaum für möglich gehalten, dass sozialistische Maßstäbe auch in Russland durchgesetzt werden könnten. Sowohl Marx als auch Engels waren der Auffassung, dass der Aufbau des Sozialismus nur in Ländern mit einer starken Produktivität möglich sei und Russland war zu jenem Zeitpunkt der Revolution hier noch stark rückständig.

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