Sozialismus in der DDR

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland trat im Mai 1949 in Kraft. Im Oktober des gleichen Jahres wurde dann auch die Deutsche Demokratische Republik gegründet, hier in der sowjetischen Besatzungszone als zweiter deutscher Staat. In der DDR übernahm vom Tag der Gründung an, die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die Führung und hielt sowohl die politische als auch die militärische Macht an sich. Nach den Vorgaben der SED wurde die Verfassung der DDR ausgearbeitet und am gleichen Tag, dem Tag der Gründung, dem 07. Oktober 1949, zum geltenden Recht erklärt. Die Spitze der SED wurde zum damaligen Zeitpunkt von Wilhelm Pieck als Staatspräsident und Otto Grotewohl als Ministerpräsident eingenommen. Walter Ulrich war zur selben Zeit tätig als Generalsekretär des Zentralkomitees.

Mit der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit, im Jahr 1950, sichert sich die Partei ihre Partei-Diktatur. Die DDR mutierte mit der Abteilung für Staatssicherheit, der „Stasi“, zum reinen Überwachungsstaat. Die DDR-Politiker der SED hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Sozialismus aufzubauen -und zwar nach dem Vorbild der Sowjetunion. Der Staat sollte die wachende Hand über alle landwirtschaftlichen und industriellen Produktionen halten und durch die aufgestellte Planwirtschaft für fehlenden Wettbewerb sorgen. Auch sollte vonseiten des Staats über die Produktionen, die Arbeitskräfte, die verwendeten Materialien und auch über den Einsatz der Rohstoffe einzig und alleine zu entscheiden sein.

Der Plan des DDR-Regimes bestimmte dann jedoch ebenso die Löhne und Arbeitszeiten der eingesetzten Arbeiter. Sofern noch kleine und mittelständige private Betriebe existieren, wurden diese nach und nach verstaatlicht. Weigerte sich jemand, wurde der Besitz unter Zwang dem Staate zugeführt. Die SED war der festen Überzeugung, dass der sozialistische Plan, den sie ausgearbeitet hatten, garantieren würde, dass es keine Arbeitslosigkeit mehr geben würde und die Bürger des Staates in allen Belangen gleichgestellt wären. Doch in den 1950ern steht die Ostwirtschaft kurz vor dem Ruin, denn allein für die zu zahlenden Kriegsentschädigungen mussten rund 1.200 Industriebetriebe komplett demontiert werden. Fortan herrscht im Land Mangelwirtschaft.

1971 übernimmt Erich Honecker den Platz Walter Ulbrichts und bleibt auf dieser Position des Staatschefs bis zum Mauerfall 1989.

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